icon

 
(bin krank: die Felgen sind geschwollen meine Felle schwimmen weg die Fellchen sind entzündet, und mit der Sprache will es auch nicht mehr so)

Bevor ich noch anfange Stimmen zu hören (etwa die meiner ausgestopften Mutter), beende ich lieber die Arbeit an dem aufwändigen Flashfilm, der bis zum zehnten fertig sein muss (dann geht er auf die Reise nach China), fahre die Rechner herunter und gehe noch was essen.
Meine Batterie ist echt leer. Sitze tatsächlich schon seit heute morgen (6 Uhr???!!!) an der Sache. Nur unterbrochen von einem Milchcafe in der Erbse, nachmittags. Von guten Freunden hörte ich, sie seien heute in Antwerpen - auf den Spaziergang mit einer Freundin musste ich auch verzichten...

mundgeblasen. Das erinnert mich daran, das ich das Buch von Herrn Willemsen noch kaufen sollte, seine freischwebend brilliante Erzählstunde über dieses Land und seine Menschen letztes Jahr in einer neueröffneten Buchhandlung in der Altstadt hat mich sehr beeindruckt.

Das ist so frisch, dem kann ich nur wortlos zustimmen.

Written On The City, to showcase one of the most ephemeral forms of street art.
> woostercollective

Agnieszka is a 28 year old artist living in Poznań, Poland. She works at the Academy of Arts in Poznań as an assistant in the graphics workshop. Recently she wanted to place her work in a public space because, as she says, "it is the most honest form of artistic dialog."

*...filled with
voices
of pigeons.
*

nach
Maleonn Ma
merkwürdigen
Maleonn Ma
Bildern.

zu lachen.

Gonzo, a Brutal Chrysalis presents the life of Hunter S. Thompson during the critical and catalytic years between 1968 and 1971.

Bin ja weder ein Anhänger von Gonzojournalismus noch ein grosser Freund von allzuviel Theater, aber was die Climate Leute da inszenieren, könnte doch spannend sein (*Anyone packing less than a 9mm will be laughed out of the theater.*)

Wenn ich nur hier weg könnte.

forss city ports

Forss, City Ports. Hat was von Polar (37 Degrees and Falling), und der war schliesslich mal Lieblingsnorweger von der de:bug.

Januarmusik.

Aus neu mach alt, oder so.

Und tschüss?! Denkste!

... WEBLOG STATUS ... seit 1000 Tagen online, zuletzt aktualisiert am 1. Januar 2007 ...

und niemand zieht hier den Stecker. Erstmal.

Scharfmacher

Scharfmacher

what's left...

Wind rauscht in den Bäumen, es ist eigenartig warm draussen, und seit einer Stunde klingelt in der Nachbarschaft immer mal wieder ein verzweifeltes Telefon, irgendwie analog, und wie unter einer Bettdecke vergessen. Ich gehe ein paar Schritte vor die Tür, es ist sehr still.

in Bildern.

Als ein totgeschossner Hase...

>>>

Mucke fürs Jahresende, mein Favorit ist Chokolate – ‘Heavy’. Kann noch bis Anfang Januar gehört werden. In Platten? Vielleicht Beirut von Gulag Orkestar. Sicherlich aber Superworldunknown von Karin Park, die Sachen von Corinne Mae Bailey, Burial und Lili Allen.... John Legend.... OK, das neue Jahr kann kommen.

Schwerter zu Pflugscharen sorry, falscher Film: Buchstaben zu Innenräumen. Gefällt mir sehr.

Das Jahresende nähert sich, und das ist verdammt genau so wie ich mich fühle.

>>>

>>>

leaving empty space behind
(If this destruction continues /
RSA is an archive of stencils from the walls of various towns in Romania)

(ok, jetzt reicht es aber mit den literarischen Zitaten!!!) - Weihnachten scheint erstmal überstanden und es hat auch dieses Jahr wieder keine Toten gegeben, mal abgesehen von den üblichen Leichen im Keller, die haben jetzt erstmal wieder 365 Tage Ruhe. Die Tradition in unserer Familie sich entsprechend launige Bücher zu schenken hat mir das wirklich gute *Die Arbeit der Nacht* eingebracht, eine Erzählung über den letzten Menschen auf diesem Planeten. Hatte ich schon heute morgen durch. Ich finde das Thema faszinierend, erinnert mich an *The Omega Man*, und Keith Laumers nette kleine SF Fantasie mit in sich geschlossenen Zeitschleifen, die zudem lokal begrenzt sind. Und dann ist da ja auch immer noch die grüne Wolke (das Murmeltier lässt natürlich auch grüssen).

Hieronymus Bosch ist zu Besuch bei der Agentur des Urbanen Unbewussten. Zwischen den Jahren werde ich mir sicherlich die Arschtrompeter ansehen.

Treibe verloren im Weltall, an ein kleines Stück Plankton geklammert, und summe dabei die besten Passagen aus einer 1982 in Bautzen gekauften Pressung der Dreigroschenoper vor mich hin. Auf meinen Weg nach unten bin ich heute nachmittag drei sowjetischen Kosmonauten Touristen begegnet (einer Natascha auf business trip und zwei Sergejs, die die ganze Zeit nur stumm eine nach der anderen wegrauchten). Nachdem sie in einem dieser grauenhaften Gewerbegebiete von einem Busfahrer beschissen 'reingelegt worden waren, brachte ich sie in meine Stadt, wo sie auf den Weihnachtsmarkt und something barbarian bavarian essen wollten (Mutter Courage hat nur bis sechs Uhr geöffnet, murmelt gerade ein Nikolaus in seine Taschenwatte).
Wo immer ihr auch gerade seid, ich wünsche Euch einen guten Heimflug...

Es hat sich immer noch kein Weihnachtsgefühl eingestellt zwischen dem Jonglieren mit Vorstellungsgesprächen und der Flashpräsentation, die ich für eine von mir sehr geschätzte topographische Koryphäe und seinen Vortrag in Asien machen darf. Mehr kann ich aber dazu nicht verraten. Jedenfalls habe ich noch nicht alle Weihnachtsgeschenke (wie ätzend). Und bis zum 10. Januar eine ellenlange Liste von to dos. Keine Atempause. Ich wünschte, das ganze wäre mir ein wenig mehr Wurst...

AGENCY OF THE URBAN SUBCONSCIOUS
Gärten Agentur des urbanen Unterbewussten.

Surreale Alpträume & have a Good Night, danke! Gestern abend mal wieder einen guten alten Bekannten (Ekel) angeschaut. Als ich ihn (im Kino) das erste Mal sah, war ich danach so verstört und wegggetreten, das ich mich am nächsten Morgen an den langen Fussweg durch die Stadt nach Hause nicht mehr erinnern konnte. Der Film hat wirklich unglaubliche Einstellungen. Einmal ist Catherine Deneuves Kopf mit den langen hellen Haaren am rechten Rand im Bild, dahinter das optisch verzerrte und in eine unheimliche Tiefe reichende Badezimmer - ein Bild, das ich mir als Foto sehr lange ansehen würde. Das Schwarzweiss und die bedrückende Stille der Alptraumszenen erinnert mich auch an Night of the Living Dead (vier Jahre später gedreht). Die Einstellung, als Carol ihren Verehrer erschlägt, ähnelt dem Mord des kleinen Zombiemädchens im Keller von NOTLD fast aufs Haar...
Der Kaninchenkopf in der Handtasche, hm - ist das nicht wie bei Eraserhead? Und kurz nach der Szene mit der Fussbodenkamera, als Carol das erste Mal in die Wohnung kommt, ist ein kleiner Kamin zu sehen, der in seiner Schwärze etwas von der Heizung hat, hinter dem die weisse Frau *In heaven everything is fine* singt). Oder nicht?

Im Zuge der Bewerbungsgespräche bin ich am Freitag nachmittag im nackten Grauen der Provinz gelandet. Der Morgen ging ja noch, zwar im Regen, aber doch noch in der bewohnten Welt oder Zivilisation mit Buchläden und Cafes und Zeitschriftenläden. Machte mich also auf Richtung Duisburg, wo zwischen den Städten eine amerikanische Internetfirma (die hier oder hier am Rande erwähnt wird) ihre Niederlassung haben sollte. Und stand wenig später an einer desolaten S-Bahnstation (nebst Kneipen die anscheinend schon seit Jahren nicht mehr öffentlich zugänglich waren) vor einem Busfahrplan der wohl aus dem letzten Jahrtausend stammte. Ghost Town... circa 40 Minuten später kam schliesslich eins dieser Gefährte und brachte mich an den Rand der Welt. Hier war zwar noch alles geteert und gefedert und es gab sogar noch wie müde Betonlegosteine in der Gegend herumliegende Gebäude, aber zwischen den beschissenen Bau- und Mediamärkten hatten die Stadtplaner anscheinend vergessen, das es tatsächlich noch Menschen geben soll, die sich zu Fuss von A nach B bewegen. Ging also immer halb auf der Fahrbahn oder über blöde Parkplätze und begann ernsthaft zu glauben, das die Erde ja doch eine Scheibe sein könne, hier jedenfalls. Freitagnachmittag. Grauer Himmel. Trübe Scheiben, traurig blasse Flaggen.
Zwei Stunden später in der Dämmerung zurück: eine Autobahnbrücke, und ja, auch einige Häuser, deren erleuchtete Fenster aber menschliches Leben nur simulieren wollten. Stille. Gaststätten mit zugenagelten Fenstern. Hässliche Betonunterführungen. Und am Bahnhof eine Horde besoffener betrunkenener Teenager, die die Abfahrt der Bahn um 20 Minuten verzögerten. Sturm kam auf, es war dunkel, so dunkel...

aber die wirklich toten Medien liegen immernoch hier, und ihre Webseite ist ebenfalls eine ghost site...